Bike Power zum 01. Mai

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01. Mai Norrköping

Es ist Sonntag und es ist der 1. Mai, ein Tag der Arbeiterklasse, ein Tag an dem die arbeitende Bevölkerung auf die Straße gehen sollte und für eine gerechtere und vor allem friedlichere Welt kämpfen sollte.

Die Schere zwischen Arm und Reich ist so immens groß, dass einem Angst und Schwindelig werden kann. Die Umweltprobleme erdrücken uns fast, die Weltbevölkerung explodiert, wir haben Kriege, Hunger und Tod.

Und was machen wir? Nix, nun ja nicht alle, es gibt schon noch Demonstrationen und Kundgebungen und ich spreche nicht von Randalen autonomer Gruppen, wie sie in Hamburg stattgefunden haben. Es gibt ihn noch, den Kampf für bessere Arbeitsbedingungen, gerechtere Löhne, Bildung für alle etc. doch der Prozentsatz ist verhältnismäßig gering.

Für die meisten von uns und ich schlisse mich da leider nicht aus, ist der 1. Mai mehr ein freier Tag zum relaxen, verbunden mit den verschiedensten Maifeiern, Maispaziergängen, Maiweinfesten und und und.

Heute zum Maifeiertag war ich Teil eines Motorradkonvois durch die Innenstadt von Norrköping, sehr laut, nicht gerade umweltbewusst, doch voller Power. Tausende Motorradfahrer aus allen Teilen des Landes und Unmengen von PS haben die Stadt vibrieren lassen. Dieser Umzug hat eine ziemlich lange Tradition, 1967 startete er zum ersten Mal und damals war es noch eine Demonstration für billigere Versicherungen und mehr Sicherheit und heute? Heute ist es mehr ein Catwalk für eitle Motorradfahrer. Schade eigentlich, wir haben das Kämpfen für das Gute verlernt.

Trotzdem, es war beeindruckend und es war egal mit welchem Motorrad man angetreten ist, egal wie viele PS, egal wie alt Technik und Fahrer, wichtig war nur, zwei oder maximal drei Räder unterm Hintern zu haben.

„Motorradfahrer aller Länder vereinigt euch!“

Ich wünsche Euch allen einen powervollen Start in die Woche!

zum Video mit Impressionen

Wrooom, Ulrike

Kommentare

Beim Schreiben dieses Artikels ist mir schmerzlich bewusst geworden, dass ich überhaupt nicht in der Lage bin für meine Rechte zu kämpfen. Das liegt vielleicht daran, dass mein Wille schon frühzeitig von einem meiner Geschwister gebrochen wurde und bis heute nicht aufgehört hat. Solange wir diese Leute gewähren lassen wird die Schere der Ungerechtigkeiten immer größer. Für mich ist es an der Zeit dies zu ändern.

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