Ich laufe mich gesund…

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Höstmilen

… mit Spaß und Motivation. Das ist nicht der Fall, wenn man immer nur alleine durch die Gegend rennt.

Man kann sich einer Trainingsgruppe anschließen oder an Wettkämpfen teilnehmen. Ich habe mich für Wettkämpfe entschieden, da mich Trainingsgruppen zu sehr stressen. Während des Trainings möchte ich mein eigenes Tempo laufen und meinen Gedanken nachhängen.

Wettkämpfe sind positiver Stress. Ich bin immer sehr aufgeregt und war es extrem dieses Mal, bei meinem ersten 10 km Querfeldeinwettkampf. Ich wusste so überhaupt nichts von der Strecke, von den Teilnehmern und wie das alles so funktioniert. Hätte ich es gewusst, hätte ich nicht teilgenommen und hätte ein wunderbares, wenn auch sehr anstrengendes Erlebnis weniger gehabt in meinem Leben.

Wettkämpfe machen Spaß und bringen Motivation, allerdings erst wenn sie erfolgreich absolviert worden sind.

In erster Linie simulieren sie eine Gefahrensituation, denn nur dann kann der Körper Leistungen abrufen, zu denen er sonst nicht in der Lage ist. Die berühmten Wettkampfbedingungen sind nichts anderes als Gefahrensituationen.

Da stellt sich mir die Frage, ob Sportler deshalb so viel Geld verdienen, weil sie sich ständig in Gefahr begeben, d.h. diese unbewusst simulieren und wir als Zuschauer finden es spannend, also sind Teil dieser „gefährlichen“ Situation. Um zu überleben benötigen wir alle eine gewisse Portion an Adrenalin in unserem Blut.

Interessante Theorie, oder? So habe ich das noch nie betrachtet.

Fakt ist, dass sich die Gefahrenlage verändert hat, sie lauert uns auf am Arbeitsplatz, im Straßenverkehr, in Behörden oder sonst wo und sie hat sich auch in ihrer Form verändert. In den seltensten Fällen rennen wir um unser Leben. Manchmal erkennen wir diese neuen Gefahren gar nicht, da sie nicht in unseren Genen programmiert worden sind, jedenfalls noch nicht.

Das hat negative Auswirkungen auf unsere Physis und Psyche und darum brauchen wir alle in irgendeiner Form körperliche Herausforderungen und ein kontrolliertes Gefahrenpotential, nur zuzuschauen ist nicht ausreichend.

Bei mir ist es das Laufen, beim Laufen wird der gesamte Körper beansprucht, mit Sauerstoffe versorgt und das Gehirn wird von schädlichen Ballast befreit.

Um etwas die Gefahrensituation zu simulieren, melde ich mich bei Wettkämpfen an. Habe ich eigentlich schon immer gemacht. Nicht so oft und regelmäßig aber immer wieder mal. Das will ich jetzt ändern und regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen, um auch ein regelmäßiges Training zu gewährleisten, mit dem Ziel meine körperliche und seelische Verfassung zu verbessern und im Fall der Fälle schnell genug weglaufen zu können.

Euch allen eine sportliche und gefahrenfreie Woche!
LG Ulrike

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