Mediale Vorsätze für 2018

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wunderschöne Natur

Nach zwei Wochen im neuen Jahr sind die meisten von uns wieder im ach so vertrauten Alltag angekommen. Endlich, denn nichts ist schwerer zu ertragen, als eine Reihe von guten Tagen, hat mein Vater immer gesagt und von wem er es hat, weiß ich nicht.

Um den Stress und die Beschwerlichkeiten der Feiertage und des guten Essens wieder auf Normalmaß zu bringen, werden Vorsätze gefasst, die in vielen Fällen schon Ende Januar wieder vergessen sind. Das ist auch gut so, denn richtige Veränderungen lassen sich nicht erzwingen, nur weil gerade ein Jahreswechsel stattfindet und viel zu viel gegessen wird. Und ehrlich gesagt, wollen wir wirklich auf unsere Schokolade verzichten, auf das kühle Bier nach einem anstrengenden Tag? Asketentum hat noch keinem gut getan.

Leben ist Veränderung, wir wollen Veränderung, wir wollen Fortschritt, wir wollen Verbesserung und genau jetzt ist eine gute Zeit für Veränderungen, da das Jahr noch jung ist und die Tage wieder länger werden. Kleine Veränderungen, die unseren Alltag und unseren Umgang miteinander verbessern.

Daran denke ich.

Ich denke an Social Media.

Social Media gibt uns die Möglichkeit, uns zu allem und zu jederzeit zu äußern, ob es jemanden interessiert, ob es einen Mehrwert hat, ob man anprangert, moralisiert, verunglimpft etc. spielt keine Rolle, wir tun es einfach, von banalen harmlosen Alltagsgeschichten bis hin zu wirklich gefährlichen Aussagen. Oftmals wissen wir nicht was wir tun oder besser gesagt schreiben. Konsequenzen sind uns oft nicht bewusst.

Social Media und Autofahren hat was von Anarchie und setzt vielen von uns die Hörner auf. Wobei im Straßenverkehr die Konsequenzen von Fehlverhalten sehr schmerzvoll sein können. Die Konsequenzen bei Fehlverhalten im Netz spüren wir meistens nicht direkt und sie werden kaum geahndet.

Ich denke nicht an wirkliche Kriminalität im Netz. Wie man das in den Griff bekommen kann, weiß ich nicht. Da zerbrechen sich Experten die Köpfe.

Ich denke an Knigge im Netz und was wir dazu beitragen können.

Vielleicht können wir unser Verhalten überdenken, z.B. müssen wir nicht jeden Mist lesen und kommentieren. Hass und Verunglimpfung sind strafbar und haben weder im Netz noch im realen Leben etwas zu suchen. Also beherrschen und sich was anderes zum Abreagieren suchen, Sport oder Kunst zum Beispiel.

Vielleicht können wir unser Frühstück auch ohne tausende Fotos genießen und vielleicht lassen wir Leute einfach mal Fluchen, ohne sie zu moralisieren. Es hat uns doch früher auch nicht gestört, viele Sachen waren mit einem Schulterzucken erledigt.

Versuchen wir die digitale Welt mit Mehrwert zu füllen, mit wirklichen Veränderungen im Sinne von Frieden, Gerechtigkeit und Umweltschutz, mit Kunst, Nettigkeiten, tollen Fotos oder einfach nur Spaß.

Das ist mein medialer Vorsatz für 2018.

Liebe digitale Grüße,
Ulrike

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