Muttertag und Polizeiruf 110

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Muttertag

Immer am letzten Sonntag im Mai wird in Schweden der Muttertag gefeiert. In Deutschland hat er bereits stattgefunden und zwar am zweiten Sonntag im Mai.

Warum das so ist weiß ich nicht und in diesem Artikel versuche ich auch nicht, dass zu beantworten.

Ich denke einfach nur an meine Mama und das tue ich jeden Tag. Ich bin weit weg von meiner Mama, doch vor kurzem war ich in Magdeburg und habe sie besucht. Liebe Mama, hoffentlich geht es Dir einigermaßen gut.

Am Sonntag schaue ich meistens einen Krimi. Meine Mama liebt Krimis und hat sie alle gesehen, Columbo, Derrick, der Alte usw., jetzt schaut sie keine Krimis mehr.

Am Sonntag läuft entweder Tatort oder Polizeiruf 110. Dieses Mal war es ein Polizeiruf mit dem Titel Endstation und er spielt in meiner Heimatstadt Magdeburg.

Egal was die Kritiker so schreiben, mir hat der Film gefallen, weil es mich auch irgendwie betrifft, nicht so krass aber auch schon in einem kriminellen Zusammenhang.
Auch cool, dass die Kommissarin Motorrad fährt, könnte ich sein, nur dass ich mich nicht so durchsetzen kann. Wenigstens habe ich ein größeres Bike, ich fahre eine Triumph Thunderbird 900 und nicht so’ne kleine Bonneville. ;-)

Obwohl der Muttertag in Deutschland schon vor zwei Wochen war, passte das Thema perfekt.

Auf der einen Seite die vom Schicksal gebeutelte drogenabhängige Mutter, deren beiden Söhne in eine Pflegefamilie kamen und auf der anderen Seite die scheinbar intakte Pflegefamilie.

Die Kinder kamen vom Regen in die Traufe nur hat es keiner gesehen oder wollte es keiner sehen.

Für mich ist der Film eine harsche Kritik an das Jugendamt und an alle Ämter überhaupt, die einfach nur bürokratisch vorgehen und subjektiv gesehen, ist es in Magdeburg noch viel schlimmer als anderswo.

Als ich den Film sah, dachte ich sofort an meine Mama und an die Bürokraten die willkürlich eine Betreuungsfestsetzung meiner Mama erwirkt haben aufgrund von alten ostdeutschen Seilschaften und ohne meines und meines Bruders Einverständnis.

Das Gericht hat nicht mal auf meinen Widerspruch reagiert.

In meiner Interpretation ist eindeutig das Jugendamt Schuld am Tod beider Jungen. Das tragische daran ist, dass das Jugendamt keinerlei Konsequenzen zu tragen hat, nicht im Krimi und nicht in der Realität.

Ich habe schon mal einen ähnlichen Artikel geschrieben zu finden hier: Willkommen in Magdeburg?!.

Mein Bruder und ich haben schon lange aufgegeben und das Weite gesucht. Flucht kann lebensrettend sein, löst aber nicht die Probleme.

Dank Polizeiruf habe ich vielleicht jetzt die Kraft, mich um diesen Fall noch einmal zu kümmern.

LG
Ulrike

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